


Dr. theol. Katarína Kristinová
Dr. theol. Katarína Kristinová

Ansichten und Einsichten
Ansichten und Einsichten

-„Und jetzt erzählt uns Frau Kristinová, welche Wunder sie in ihrem Leben erwartet.“
-„Den richtigen Menschen zu begegnen.“
Würde entsteht durch kritische Distanz zu sich selbst.
Jesus sagte:
Kommt zu mir, ihr Mühseligen und Beladenen,ich werde euch erquicken,
und nicht:
kommt zu mir, ihr Gelangweilten, ich werde euch bespaßen.
Und durch ihr Gutmenschentum fühlen sie sich auch noch denjenigen überlegen,
die für sie kämpfen.
Die Menschheit teilt ein sich in zwei Gruppen: Diejenigen, welche das (Mensch)sein nur spielen, und diejenigen, welche es wirklich sind. Nur den Letzteren geht es um die Sache, und deswegen werden sie um der Sache Willen verfolgt von den Ersteren, die sie des Verrats an der Sache anklagen. Dabei sind die Kläger die Verräter und Diener des Scheins auf der Flucht und in der Feindschaft zum Sein. So ist der Kampf der Echtheit mit der Falschheit, der Wahrheit mit der Lüge (als der gespielten Echtheit und Wahrheit) die Grundform aller Kämpfe.
ist das der Beginn des Untergangs.
welche immer die Kreuzigung riskiert.
Sünde heißt, die Beziehung zu ihm abzubrechen.
Sünde heißt, von Wahrheit und Wirklichkeit nichts wissen zu wollen.
Sünde ist Beziehungsbruch.
Der Weg der Menschwerdung führt nicht am Gott Jesu Christi vorbei.
Der Weg zu einem menschlichen Menschen führt zwangsläufig über den Gott Jesu Christi – und umgekehrt.
Deswegen geht mit dem einen immer auch der andere verloren.

Ich dachte immer, weil ich besser arbeite und engagierter bin als die Meisten, wäre ich auf der richtigen, und das Recht auf meiner Seite. Bis mir allmählich klar wurde, dass nicht Fleiß und Engagement zählen, sondern dass man sich durch die blasse Harmlosigkeit sowie das Schauspiel einer heilen Arbeitswelt in den Augen des Arbeitgebers beliebt machen muss.

Die Beziehung bzw. das Verhältnis der frommen Gemüter zu Gott manifestiert sich in ihrem Umgang mit der Bibel: Dieser ist geprägt durch harmlose Oberflächlichkeit. Die Konfrontation mit dem biblischen Text bleibt aus, er dient lediglich zur Legitimierung der eigenen Ansichten. Letztendlich fehlt es an echtem Interesse für die Stimme des Anderen, die Stimme Gottes. Ihn als den ganz Anderen zu erinnern, das ist das Verdienst der dialektischen Theologie.
- Wie predigen Sie?
- Unspektakulär wahrhaftig.
Jemandem zu vertrauen, bedeutet, ihn als vertrauens-würdig auszeichnen und ihn zugleich auf das Vertrauen-Können mir gegenüber zu verpflichten. Das wiederum qualifiziert mich als einen vertrauens-würdigen Menschen und stiftet meine Menschenwürde.
Ein Dreifaches zum „Verstehen“
Alle fangen an, zu psychologisieren, nur die Psychologen halten sich zurück, gehen behutsam mit dem Menschen um, möchten erstmal verstehen. Alle fangen an, zu theologisieren, nur die Theologen halten sich zurück, gehen behutsam und vorsichtig mit Gott um, möchten ihn erstmal verstehen. Verstehen-Wollen - das ist Beziehung. Mehr braucht es nicht. Dabei kann es bleiben. Denn, wer verstehen will, der versteht bereits.
Mehr Nähe kann man nicht entwickeln, als dass man die Distanz des Verstehen-Wollens wahrt.
Menschen, die für uns Lichtblicke sind, wollen wir Segen sein.

Macht verhindert die Beziehung auf Augenhöhe, deswegen musste Gott Mensch werden, um die Beziehung zu ermöglichen. (Christian)
Am Ende sagen zu müssen: Sie wollten von mir so viel, und ich hatte nichts zu geben.
Oder: Ich hatte so viel zu geben, und keiner wollte es.
„Und wenn Ihr kommt, bringt etwas Geist mit!“
Statt Lachen Gelächter
Statt Lächeln Zähnefletschen
Statt Sprache Gebelle
Und stets die omnipräsente Angst, lächerlich zu wirken, die sie so unendlich lächerlich macht.
Es sind meistens nur die Hunde, die noch so etwas wie Würde ausstrahlen.
Ein Israelit zurück von seiner Zeitreise ins 21.Jahrhundert:
„Ich war im Reich der Toten.“
Nach der Beerdigung
Es ist manchmal verblüffend, wie wenig in ein menschliches Leben hineinpasst.
Die Kartenhäuser stürzen ein
Die Blasen zerplatzen
Die Kaiser sind nackt
Wenn ich mal wieder an meine Kinder denke...
Echte Menschen. Reine Augen. Neugier der Warum-Fragen. Unfähig, sich zu verstellen. Begeisterung.
Die Welt ein großes Geheimnis. Die Zeit bleibt stehen beim Ameisenhaufen. Spannend.
Und Glaube daran, dass die Welt auf sie wartet.
Aber Euch, Euch kriegen wir auch noch klein: Wir machen Euch zu unserem Bilde.

(Marcel Egli)
Wunsch fürs Leben: Einen Platz auf dieser Welt
Was für ein Tod I
Im abgelegenen Winkel eines Hospiz` Rollstuhl
Stummes Gespräch mit einer Zimmerpflanze
Seit Tagen Wochen Monaten
Sie überlebt.
Was für ein Tod II
Am Strand von Tornby Bei einem dieser herrlichen Sonnenuntergänge
Der letzte Kuss
Arm in Arm
Sagen zu können: „Lass uns jetzt endlich mal nach Hause geh´n.“
Wir wollen es bis heute nicht wahrhaben...
Vorteil
Das Schöne an der Dummheit ist, dass man unter der eigenen Beschränktheit nicht leidet,
weil man von ihr keine Notiz nimmt.
Mit Blinden über Farben
Mit Tauben über Musik
Mit Lahmen übers Tanzen
Mit Toten über das Leben
Das Ziel des protestantischen Lebens:
Die liebevolle Freiheit von und für Gott

eine Welt, in der die Anständigen das Sagen haben.
Der nächste Tag meiner Doktorarbeit
Mach dich bereit Es denkt bereits in dir
Nur noch duschen, essen, einkaufen, das Leben besorgen
Und jetzt der Geist
Notizheft, der ewige Begleiter Auf dem Weg über den Berg des Unwissens, der von Tag zu Tag wächst.
Heute nur ein kleiner Schritt – Sagst du dir, um den Mut nicht ganz zu verlieren.
Stille, ein rares Gut, die Gedanken kämpfen an gegen den alltäglichen Lärm dieser Welt
O ja, der Geist, das Kind der Stille, ist fast machtlos gegen Baumaschinen, Rasenmäher, Kindergeschrei, gegen Rückenschmerzen, Hitze und Müdigkeit...

Nur Mut (im Andenken an Dorothee. Sölle)
Sie wollte nicht mehr als von Gott reden. Und nicht weniger.
Sie wollte Theologie schreiben, damit die Menschen wieder anfangen, sich nach Gott zu sehnen.
Und sie hatte es vermocht, mit neuen Worten, die atemlos gehört und gelesen werden.
Und: Sie war auch nur eine kleine Religionslehrerin.
Und auch später fand man für sie keine Verwendung in den Kathedralen der Männertheologie.
Heute ist sie tot und ihre Worte schmecken mehr denn je wie ein frisches Wasser
in einem heißen trockenen Sommer. Das macht mir Mut.
Aus den Steinen, die mir in den Weg gelegt werden, baust DU einen schmalen Pfad.
Im Anflug des Feminismus`
Und dann schuf der Mann Gott zu seinem Bilde Zu seinem Bilde schuf er ihn
Als Vater und Herrscher, als König und Krieger schuf er ihn
Und sagte zu ihm: Mache dir die Erde untertan
Und das wäre ihm auch gelungen, wenn ihm da nicht ein gewisser Jesus von Nazareth
einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht hätte
So: Jetzt setzen Frauen die moralische Maßstäbe
Es reicht, wenn man einigermaßen gebildet ist.